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Letzte Aktualisierung 23.05.2012 | 04:32:47
CERN weist Kritik an Lichtgeschwindigkeitsexperiment zurück
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CERN steht hinter Opera-Experiment

Gibt es winzige Elementarteilchen, die schneller fliegen können als das Licht? Der Generaldirektor des europäischen Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf, Rolf Heuer, hat am Donnerstag Kritik zurückgewiesen, wonach das verblüffende Experiment Opera nicht seriös durchgeführt worden sei.

"Wir sind korrekt vorgegangen", verteidigte Heuer die Forscher, die das Experiment Opera durchgeführt haben. Sie hatten in einem unterirdischen Labor in den italienischen Abruzzen nach Neutrinos gespäht, die im rund 730 Kilometer entfernten CERN erzeugt und auf die Reise geschickt worden waren.

Das Messergebnis hatte die Physiker am CERN selber verblüfft. Denn die geisterhaften Elementarteilchen schienen im Mittel rund 60 Nanosekunden früher aufzutauchen als erwartet.

Die ultraleichte Elementarteilchen waren damit in dem Experiment rund 0,025 Promille schneller als das Licht. Die Lichtgeschwindigkeit gilt nach Albert Einstein als die oberste Geschwindigkeitsgrenze im Universum und war bislang in keinem Experiment durchbrochen worden.

Die Forscher wollten sogar einen Fehler finden, aber das haben sie nicht. Falls sich die Messungen bestätigen sollten, könnten sie das physikalische Weltbild komplett verändern.

Kein Schaden für Ruf des CERN

In der Hoffnung auf eine Erklärung wollten die CERN-Forscher deshalb die Beobachtungen in der Fachwelt diskutieren und haben sie dazu im Internet veröffentlicht. Heuer glaubt nicht, dass mit dem Vorgehen der Ruf seines Labors beschädigt werden könnte.

Das CERN sei wissenschaftlich korrekt vorgegangen. Zuerst sei die wissenschaftliche Publikation erfolgt, danach die Medieninformation und schliesslich sei das Seminar gekommen, sagte Heuer am Donnerstag in Genf vor dem Club der Auslandjournalisten. Andere Wissenschaftler hatten das Cern kritisiert, weil es die Öffentlichkeit über die Messergebnisse orientiert habe, noch bevor sie in einem weiteren Experiment bestätigt worden seien.

Nur zwei Labors sind in der Lage, die Tests aus dem grössten Physiklabor der Welt - dem CERN - zu wiederholen und damit die Ergebnisse allenfalls zu bestätigen. Eines ist das Fermilab ausserhalb von Chicago, das zweite in Japan ist wegen des Tsunamis und des Erdbebens im März im Moment nicht in Betrieb.


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DO, 06.10.2011 17:56H - Wissenschaft

CERN weist Kritik an Lichtgeschwindigkeitsexperiment zurück

CERN steht hinter Opera-Experiment

Gibt es winzige Elementarteilchen, die schneller fliegen können als das Licht? Der Generaldirektor des europäischen Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf, Rolf Heuer, hat am Donnerstag Kritik zurückgewiesen, wonach das verblüffende Experiment Opera nicht seriös durchgeführt worden sei.

"Wir sind korrekt vorgegangen", verteidigte Heuer die Forscher, die das Experiment Opera durchgeführt haben. Sie hatten in einem unterirdischen Labor in den italienischen Abruzzen nach Neutrinos gespäht, die im rund 730 Kilometer entfernten CERN erzeugt und auf die Reise geschickt worden waren.

Das Messergebnis hatte die Physiker am CERN selber verblüfft. Denn die geisterhaften Elementarteilchen schienen im Mittel rund 60 Nanosekunden früher aufzutauchen als erwartet.

Die ultraleichte Elementarteilchen waren damit in dem Experiment rund 0,025 Promille schneller als das Licht. Die Lichtgeschwindigkeit gilt nach Albert Einstein als die oberste Geschwindigkeitsgrenze im Universum und war bislang in keinem Experiment durchbrochen worden.

Die Forscher wollten sogar einen Fehler finden, aber das haben sie nicht. Falls sich die Messungen bestätigen sollten, könnten sie das physikalische Weltbild komplett verändern.

Kein Schaden für Ruf des CERN

In der Hoffnung auf eine Erklärung wollten die CERN-Forscher deshalb die Beobachtungen in der Fachwelt diskutieren und haben sie dazu im Internet veröffentlicht. Heuer glaubt nicht, dass mit dem Vorgehen der Ruf seines Labors beschädigt werden könnte.

Das CERN sei wissenschaftlich korrekt vorgegangen. Zuerst sei die wissenschaftliche Publikation erfolgt, danach die Medieninformation und schliesslich sei das Seminar gekommen, sagte Heuer am Donnerstag in Genf vor dem Club der Auslandjournalisten. Andere Wissenschaftler hatten das Cern kritisiert, weil es die Öffentlichkeit über die Messergebnisse orientiert habe, noch bevor sie in einem weiteren Experiment bestätigt worden seien.

Nur zwei Labors sind in der Lage, die Tests aus dem grössten Physiklabor der Welt - dem CERN - zu wiederholen und damit die Ergebnisse allenfalls zu bestätigen. Eines ist das Fermilab ausserhalb von Chicago, das zweite in Japan ist wegen des Tsunamis und des Erdbebens im März im Moment nicht in Betrieb.

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