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Der junge Mann hatte mit drei Kollegen ein Lokal in der Stadt St. Gallen besucht; er bemerkte zu spät, dass am Nebentisch eine Gruppe von etwa 20 Personen sass, von denen sich ein grösserer Teil der Fussball-Ultra-Szene zurechnet und bereits am Farbanschlag auf das Bergholz-Stadion in Wil beteiligt war. Als er das Lokal verliess, wurde er von zwei Vermummten angegriffen; nachdem er einen Faustschlag kassiert hatte, konnte er die Flucht ergreifen, wurde aber von drei bis vier weiteren vermummten Personen verfolgt. Nur mit viel Glück gelang es ihm, sich zu verstecken und die Polizei aufzubieten.
Bereits Ende Dezember 2011 und anfangs Januar 2012 wurden die ersten vier mutmasslichen Beteiligten zugeführt und befragt. Sie wollten von der Sache nichts wissen und kannten angeblich auch die Verantwortlichen nicht. Mitte Januar 2012 meldete sich dann ein Fussball-Fan, der allerdings nur zu einer anonymen Aussage bereit war, weil er befürchtete, sonst von seinen Kollegen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Der von ihm bezeichnete mutmassliche Täter wurde vorerst befragt, wollte aber von der Sache nichts wissen. Zusätzliche Erkenntnisse brachte erst eine Telefonüberwachung, die zur erneuten Festnahme dieses Mannes und dann zur Festnahme von vier weiteren mutmasslichen Beteiligten führte. Es wurde auch ein weiterer Zeuge ermittelt, der aber aus Angst vor Repressalien ebenfalls nur anonym aussagen wollte.
Von den fünf Festgenommenen konnten vier als Verfolger des Opfers identifiziert werden, der fünfte wird belastet, an der Planung beteiligt gewesen zu sein. Zwei von ihnen sind geständig, während die andern drei ihre Verantwortung weiterhin bestreiten. Alle fünf befinden sich mittlerweile nach einer Untersuchungshaft zwischen 5 und 10 Tagen wieder auf freiem Fuss. Zwei von ihnen sind wegen der Vorfälle im Bergholz-Stadion in Wil schon mit Stadionverboten belastet. Ein oder zwei weitere mutmassliche Beteiligte konnten nicht identifiziert werden.
Bemerkenswert ist, dass der Sohn eines Fussballfunktionärs angegriffen wurde, nach Auskunft aller Befragten damit aber der Vater unter Druck gesetzt werden sollte. Ebenso bemerkenswert ist, dass die beiden Zeugen nur zu anonymen Aussagen bereit waren, was zeigt, für wie gefährlich sie ihre eigenen Kollegen halten. Der Umstand, dass am Fussballspiel des FC St. Gallen vom letzten Samstag ein Spruchband mit der Aufschrift "Statt a dä Meisterschaft in Untersuechigshaft – Durehebe, Jungs!" gehisst wurde, deutet darauf hin, dass sich der radikale Teil des Espenblocks weiterhin mit dem Übergriff identifiziert.
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St. Gallen: Übergriff auf Sohn eines Funktionärs des FC St. Gallen teilweise geklärt
Der junge Mann hatte mit drei Kollegen ein Lokal in der Stadt St. Gallen besucht; er bemerkte zu spät, dass am Nebentisch eine Gruppe von etwa 20 Personen sass, von denen sich ein grösserer Teil der Fussball-Ultra-Szene zurechnet und bereits am Farbanschlag auf das Bergholz-Stadion in Wil beteiligt war. Als er das Lokal verliess, wurde er von zwei Vermummten angegriffen; nachdem er einen Faustschlag kassiert hatte, konnte er die Flucht ergreifen, wurde aber von drei bis vier weiteren vermummten Personen verfolgt. Nur mit viel Glück gelang es ihm, sich zu verstecken und die Polizei aufzubieten.
Bereits Ende Dezember 2011 und anfangs Januar 2012 wurden die ersten vier mutmasslichen Beteiligten zugeführt und befragt. Sie wollten von der Sache nichts wissen und kannten angeblich auch die Verantwortlichen nicht. Mitte Januar 2012 meldete sich dann ein Fussball-Fan, der allerdings nur zu einer anonymen Aussage bereit war, weil er befürchtete, sonst von seinen Kollegen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Der von ihm bezeichnete mutmassliche Täter wurde vorerst befragt, wollte aber von der Sache nichts wissen. Zusätzliche Erkenntnisse brachte erst eine Telefonüberwachung, die zur erneuten Festnahme dieses Mannes und dann zur Festnahme von vier weiteren mutmasslichen Beteiligten führte. Es wurde auch ein weiterer Zeuge ermittelt, der aber aus Angst vor Repressalien ebenfalls nur anonym aussagen wollte.
Von den fünf Festgenommenen konnten vier als Verfolger des Opfers identifiziert werden, der fünfte wird belastet, an der Planung beteiligt gewesen zu sein. Zwei von ihnen sind geständig, während die andern drei ihre Verantwortung weiterhin bestreiten. Alle fünf befinden sich mittlerweile nach einer Untersuchungshaft zwischen 5 und 10 Tagen wieder auf freiem Fuss. Zwei von ihnen sind wegen der Vorfälle im Bergholz-Stadion in Wil schon mit Stadionverboten belastet. Ein oder zwei weitere mutmassliche Beteiligte konnten nicht identifiziert werden.
Bemerkenswert ist, dass der Sohn eines Fussballfunktionärs angegriffen wurde, nach Auskunft aller Befragten damit aber der Vater unter Druck gesetzt werden sollte. Ebenso bemerkenswert ist, dass die beiden Zeugen nur zu anonymen Aussagen bereit waren, was zeigt, für wie gefährlich sie ihre eigenen Kollegen halten. Der Umstand, dass am Fussballspiel des FC St. Gallen vom letzten Samstag ein Spruchband mit der Aufschrift "Statt a dä Meisterschaft in Untersuechigshaft – Durehebe, Jungs!" gehisst wurde, deutet darauf hin, dass sich der radikale Teil des Espenblocks weiterhin mit dem Übergriff identifiziert.
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