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Die Verbände economiesuisse, Swissmem, Arbeitgeberverband und Fédération des Entreprises Romandes Genève lehnen die Volksinitiative für 6 Wochen Ferien ab. Die Kosten der zusätzlichen Ferien sei für die Arbeitgeber nicht tragbar, argumentieren sie.
Eine zusätzliche Woche Ferien entspreche zusätzlichen Lohnkosten von 2 Prozent oder rund 6,3 Milliarden Franken pro Jahr, sagte economiesuisse-Präsident Gerold Bührer gemäss Redetext am Dienstag in Bern vor den Medien. Tragen müssten diese Kosten die privaten Arbeitgeber und die öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber.
Die Schweiz habe im internationalen Vergleich die höchsten Arbeitskosten, sagte Bührer. Würden diese Kosten noch erhöht, schade dies der Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Unternehmen.
Swissmem befürchtet, dass höhere Arbeitskosten die schon unter dem starken Franken leidende Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) zusätzlich schwächen. Die Tendenz, Stellen ins Ausland zu verlagern, könnte zunehmen, befürchtete Präsident Hans Hess. Darunter leiden würde auch die Zulieferindustrie.
Das Argument der Befürworter, wonach mehr Ferien weniger Stress bedeuten, lässt sich aus Sicht der vier Verbände nicht erhärten. Als Beispiel nannte Blaise Matthey, Generaldirektor der Fédération des Entreprises Romandes Genève, die 35-Stunden-Woche in Frankreich und die fünf jährlichen Ferienwochen im Nachbarland.
41 Prozent der Beschäftigten in Frankreich hätten in einer Studie Stress als Problem bezeichnet, sagte Matthey. In einer Erhebung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) dagegen hätten 34 Prozent der Befragten angegeben, sich gestresst zu fühlen. Das Problem Stress lasse sich nicht auf die Frage der Ferienzeit reduzieren.
In der Schweiz besteht ein gesetzlicher Anspruch auf vier Wochen Ferien pro Jahr. Nach Angaben der Wirtschaftsverbände beträgt aber der tatsächliche Ferienanspruch im Mittel rund fünf Wochen, dies dank Gesamtarbeitsverträgen und betriebsinternen Regelungen.
Eine starre Regelung für mindestens sechs Wochen würde diese differenzierten sozialpartnerschaftlichen Regelungen gefährden, argumentieren sie. Für die Gestaltung von Arbeitsbedingungen seien Löhne, Sozialleistungen und Teilzeitstellen ebenso wichtig wie Ferien.
Weitere Kommentare
Boris. Kerzenmacher, Frauenfeld
Wo liegt das Problem? Wenn man keine Steuern, Krankenkasse etc. zahlen muss weil man gezwungen wird Schwarzarbeit zu machen, liegen viel mehr als nur 6 Wochen Ferien im Jahr drin. Und das gute daran ist. dass die Schwarzarbeit viel höher bezahlt wird als "normale" Arbeit. Noch besser allerdings ist, dass seitens der Behörden gegen Schwarzarbeit nichts getan werden kann wenn sie aus Notwehr verrichtet wird und zum Überleben der Familie dient bzw. die soziale Unabhängigkeit, Sicherheit und Integrität des Betroffenen und seiner Familie vollumfänglich gewährleistet.
Haben Sie was entdeckt, wohnen Sie einem speziellen Anlass bei oder hat sich in Ihrer Nähe ein Unfall ereignet? Dann berichten Sie uns doch per Mail: Bei einem Anlass kommen wir jederzeit zum Filmen, Fotografieren oder Interviewen vorbei! Ihr aktuell.tv-Team
Wirtschaftsverbände halten Kosten von Ferieninitiative für zu hoch
Die Verbände economiesuisse, Swissmem, Arbeitgeberverband und Fédération des Entreprises Romandes Genève lehnen die Volksinitiative für 6 Wochen Ferien ab. Die Kosten der zusätzlichen Ferien sei für die Arbeitgeber nicht tragbar, argumentieren sie.
Eine zusätzliche Woche Ferien entspreche zusätzlichen Lohnkosten von 2 Prozent oder rund 6,3 Milliarden Franken pro Jahr, sagte economiesuisse-Präsident Gerold Bührer gemäss Redetext am Dienstag in Bern vor den Medien. Tragen müssten diese Kosten die privaten Arbeitgeber und die öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber.
Die Schweiz habe im internationalen Vergleich die höchsten Arbeitskosten, sagte Bührer. Würden diese Kosten noch erhöht, schade dies der Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Unternehmen.
Swissmem befürchtet, dass höhere Arbeitskosten die schon unter dem starken Franken leidende Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) zusätzlich schwächen. Die Tendenz, Stellen ins Ausland zu verlagern, könnte zunehmen, befürchtete Präsident Hans Hess. Darunter leiden würde auch die Zulieferindustrie.
Das Argument der Befürworter, wonach mehr Ferien weniger Stress bedeuten, lässt sich aus Sicht der vier Verbände nicht erhärten. Als Beispiel nannte Blaise Matthey, Generaldirektor der Fédération des Entreprises Romandes Genève, die 35-Stunden-Woche in Frankreich und die fünf jährlichen Ferienwochen im Nachbarland.
41 Prozent der Beschäftigten in Frankreich hätten in einer Studie Stress als Problem bezeichnet, sagte Matthey. In einer Erhebung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) dagegen hätten 34 Prozent der Befragten angegeben, sich gestresst zu fühlen. Das Problem Stress lasse sich nicht auf die Frage der Ferienzeit reduzieren.
In der Schweiz besteht ein gesetzlicher Anspruch auf vier Wochen Ferien pro Jahr. Nach Angaben der Wirtschaftsverbände beträgt aber der tatsächliche Ferienanspruch im Mittel rund fünf Wochen, dies dank Gesamtarbeitsverträgen und betriebsinternen Regelungen.
Eine starre Regelung für mindestens sechs Wochen würde diese differenzierten sozialpartnerschaftlichen Regelungen gefährden, argumentieren sie. Für die Gestaltung von Arbeitsbedingungen seien Löhne, Sozialleistungen und Teilzeitstellen ebenso wichtig wie Ferien.
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